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Schleswig-Holstein Musik Festival
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24.08.2010

„Leise flehen meine Lieder“ –
Matthias Goerne und Christoh Eschenbach interpretieren Schubert

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Für Kenner und Liebhaber der romantischen Vokalmusik sind Franz Schuberts berühmte Liederzyklen ein Muss. Schon zu Lebzeiten des Komponisten wurden ihm die Lieder zu einem Aushängeschild, das er nie wieder vollständig ablegen konnte.

Der Weimarer Bariton Matthias Goerne ist auf den Bühnen der Welt zuhause und hat mit den bedeutendsten Dirigenten und Orchestern zusammengearbeitet. Gerade Schubert ist sein besonderes Steckenpferd. Der romantische Ton gelingt ihm meisterhaft, die tiefe Melancholie bringt er nuancierend, jenseits von bunt-affektbehaftetem Kitsch zum Ausdruck. Sein berühmter Partner – diesmal „nur“ in begleitender Funktion – ist Christoph Eschenbach. Der Dirigent und Pianist hält sich in der Reihe der Liederabende im Hintergrund, lässt jedoch die hochemotionalen Texte in sein Spiel einfließen und hat so Teil an ihrem Ausdruck. An drei Konzertabenden sind Goerne und Eschenbach im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals mit ihrer Interpretation von „Schwanengesang“, „Winterreise“ und „Die schöne Müllerin“ zu erleben.

„Schwanengesang“ ist traditionell die Bezeichnung für die letzte Komposition eines Komponisten. Ebenso war es bei Franz Schubert: „Schwanengesang“ wurde 1828 postum veröffentlicht und von seinem Verleger redigiert. Der Liederkreis beinhaltet eine Sammlung von Kunstliedern von Ludwig Rellstab, Heinrich Heine und Johann Gabriel Seidl.
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Wilhelm Müller, Lyriker aus dem Kreise der deutschen Romantik, beeindruckte Schubert durch seine lyrische Musikalität und seinen poetischen Bilderreichtum derart, dass der Komponist gleich zwei seiner Gedichtsammlungen in Lieder verwandelte: „Die schöne Müllerin“ entstand 1823 und umfasst 20 inhaltlich zusammenhängende und in eine Erzählstruktur gebettete Lieder. Sie handeln von der unerfüllten Liebe eines Müllergesellen, der sich schließlich für den Freitod entscheidet, weil seine Liebste einen anderen ihm vorzieht.

Ebenso tragisch geht es auch in der „Winterreise“ zu. Das lyrische Ich ist hier ein Wanderer, der aus enttäuschter Liebe die Geborgenheit seiner Heimat hinter sich lässt, um in der Welt sein Glück zu suchen, dieses jedoch nicht findet. Die Zuflucht in die Kunst ist die einzige, die ihm bleibt. Der Bezug zu Schuberts eigener Biographie wird an dieser Stelle offenbar. Lange dauerte es, bis der Nachwuchskomponist tatsächlich von seiner Musik leben konnte, viele seiner Bewerbungen als Kapellmeister schlugen fehl. Erst zum Ende seines kurzen Lebens interessierten sich Verlage und das Publikum für ihn.

Die Termine:
„Schwanengesang“: Mittwoch, 25. August, 20 Uhr, Wotersen, Reithalle
„Winterreise“: Freitag, 27. August, 20 Uhr, Rendsburg, Christkirche
„Die schöne Müllerin“: Samstag, 28. August, 20 Uhr, Rellingen, Kirche
Karten sind unter 0431 – 570 470, www.shmf.de und an der Abendkasse erhältlich.
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