Teilnahmebedingungen | Datenschutz | Preisübersicht | Kontakt | Impressum | Index | FAQ |  Suchen
Startseite
Produkte
News
Service
Das Unternehmen
Zahlen und Quoten
Suchtprävention
news_reiter
 
News > News Archiv
 
News
 
 
News Archiv
 
 
 
LSSH
/images/2075/boxed768x144.jpg
01.04.2009

Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein e. V.

/images/2303/width199x0.jpg
Das eine oder andere Gläschen nach der Arbeit oder auf der Party, die „gemütliche“ Zigarette zwischendurch, das Spiel ums kleine oder große Geld: Der Umgang mit Genuss und Vergnügen will gelernt sein. Wer regelmäßig über die Stränge schlägt, ist suchtgefährdet. Und Suchtmöglichkeiten gibt es viele: Alkohol, Drogen - sogar Glücksspiele im Internet können süchtig machen. Zur Suchtvorbeugung und -hilfe wurde in Kiel die Landesstelle für Suchtfragen für Schleswig-Holstein (LSSH) eingerichtet. Seit 1971 wird hier kontinuierlich an der Suchtvorbeugung gearbeitet.

Die Präventionsarbeit hat viele Gesichter. 2000 gründete die LSSH gemeinsam mit dem Theaterpädagogischen Zentrum der Jugendbildungsstätte „Mühle“ Bad Segeberg die Theatergruppe „Spotlight-Theater“. Ihre Mitglieder sind vorwiegend in der Sucht- und Jugendarbeit tätig. Nach dem ersten Stück, in dem es um Co-Alkoholismus ging, wurde das Stück „Spiegelbilder“ zum Thema Rauchen entwickelt - eine lose Szenenfolge, in der Standardsätze wie „Rauchen entspannt“ oder „Rauchen macht schlank“ kritisch hinterfragt und als Binsenweisheiten enttarnt werden. Die Regie führt Theaterpädagogin Sabine Lück, die fachliche und organisatorische Leitung liegt bei Regina Kostrzewa, Referentin bei der LSSH. Aktuell ist das „Spotlight-Theater“ mit „Mias Einsatz“, einem Stück über Glücksspielsucht, unterwegs. „Schulen in ganz Schleswig-Holstein können die Theatergruppe einladen“, so Regina Kostrzewa. „Obwohl die Präventionsmaßnahmen zur Glücksspielsucht meist auf junge Erwachsene zielen, versuchen wir mit diesem Stück, Jugendliche zu erreichen. Zwar ist die Teilnahme am Glücksspiel erst ab 18 erlaubt, doch die Prävention muss früher ansetzen.“ Und so geht die LSSH bereits auf Kindergartenkinder zu. „Diese Projekte sind noch Suchtmittel unspezifisch und sprechen durch Spiele und Übungen vor allem die Sinne der Kinder an.“
/images/2302/width199x0.jpg
Da Kinder und Jugendliche als besonders gefährdet gelten, sind sie die Hauptzielgruppe vieler von der LSSH unterstützter Aktivitäten. Enge Kooperationspartner sind hier die Koordinationsstelle Schulische Suchtvorbeugung (KOSS) sowie die Aktion Kinder und Jugendschutz (AKJS), die sich in Kiel mit der LSSH als Bürogemeinschaft zum Haus der Prävention und Hilfe zusammengeschlossen haben. „Gläserne Schule“ heißt eine gemeinsam mit der KOSS seit über 10 Jahren durchgeführte Kampagne, die sich laut Regina Kostrzewa als wertvolles Mittel der Prävention bewährt hat. Sie verläuft in zwei Arbeitsschritten: Zunächst werden Schüler und Lehrer zu Rauchverhalten, Alkohol- oder Drogenkonsum, Gesundheit und zum Umgang mit Geld befragt und entsprechende Klassenprofile hergestellt. „Aufgrund der hier gewonnenen Informationen ist gezielte Prävention möglich – in Gestalt von Lehrerfortbildungen, Elternseminaren und pädagogischen Maßnahmen, die auf die ermittelte Situation abgestimmt sind.“ Vornehmlich an Jugendliche richteten sich auch öffentliche Kampagnen wie „Aktionsplan Alkohol“ (1999), „Kids ohne Alkohol“ (während der Kieler Woche) oder „Nicht-Rauchen, Tief Durchatmen (2003). Spielerisch über die Gefahren des Drogenmissbrauchs aufgeklärt werden Jugendliche ab 12 unter dem Slogan „S-H feiert richtig“.

Durch mehrere Schulen tourt seit vergangenem Jahr der Mitmach-Parcours „KlarSicht“. Neben Alkohol-Schätztest und einer Rausch-Brille, die dem Träger die getrübte Wahrnehmung nach Alkoholkonsum simuliert, wird in Talk-Runden das Thema Glücksspiel beleuchtet. An Erwachsene richtet sich die Kampagne „Spielen mit Verantwortung“, die die LSSH derzeit gemeinsam mit der NordwestLotto Schleswig-Holstein GmbH & Co. KG erarbeitet hat. Neben einer Ende 2007 angelaufenen medialen Massenkampagne, die in der Bevölkerung ein Problembewusstsein für das Phänomen Spielsucht schaffen sollte, wurden alle LOTTO-Annahmestellen geschult – „über 850 Personen bisher.“ In jeder LOTTO-Annahmestelle gibt es jetzt einen „Suchtexperten“, der mit der Spielsuchtproblematik vertraut ist. Betroffene oder gefährdete Spieler können auf diese Weise – auch anhand von Broschüren und Plakaten - erste Informationen und Hilfe vor Ort erhalten.
Sabine Tholund

Weitere Informationen unter http://www-gluecksspiel-sh.de
zurück zur Übersicht
 
 
 
nach oben | drucken
Alle Angaben ohne Gewähr. Lotterien und Wetten sind Glücksspiele. Lassen Sie das Spielen nicht zur Sucht werden! Informationen: Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein e.V.,
Schauenburgerstr. 36, 24105 Kiel, Tel. 0431 / 56 47 70, Infotelefon zur Glücksspielsucht der BZgA: Tel. 0800 / 1 37 27 00 (kostenlos). Die Teilnahme am Spiel- und Wettgeschäft
ist für Personen unter 18 Jahren nicht zulässig! Weitere Informationen zur Spielsucht finden Sie hier.